Ob Termine doodeln, Twittern&Smsen oder sich auf Facebook profilieren – in der Praxis von Schule und Jugendarbeit -und auf dem Weg dort hin- ist das mobile Web_2.0 längst angekommen. Dass sich hier vor allem Chancen für die Bildungsarbeit mit digitalen Medien, für die Identitätsentwicklung junger Menschen bieten – auch und gerade bei fragwürdigen Aktivitäten, machen die MaC*days 2010 erlebbar und übertragbar für die eigene pädagogische Arbeit mit Jugendlichen im Web 2.0.
Dabei begreifen wir das Manifest „Keine Bildung ohne Medien!“ als Perspektive, neuen Kommunikationsformen im Internet einen konzeptionell überzeugenden Platz als (Selbst-) Bildungstechnologie zu verschaffen:
PraktikerInnen in Jugendarbeit und Schule brauchen für neue Ideen im pädagogischen Alltag die Rückendeckung ihrer Einrichtungen und Vorgesetzten, um das Potential des Web 2.0 zu nutzen, statt sich weiterhin auf die Abwehr –faktischer und noch häufiger vermeintlicher– Gefahren begrenzen zu müssen. Und Vorgesetzte brauchen immer wieder vorzeigbare Praxis, um Spielräume zu eröffnen.
In einer einzigartigen Mischen aus 'Tagung' und 'BarCamp' bieten die MaC*-days für Mitarbeitende und Vorgesetzte eine vielfältige und anregende Lernumgebung, die zeigt, wie aus dem Schlagwort Computermedienpädagogik Praxis wird: in der Jugendarbeit, in Projekten von Schule und Jugendarbeit, in der MitarbeiterInnenbildung.
Software, content und Konzept zur Gestaltung von (Selbst-)Bildungsprozessen in virtuellen und konventionellen Räumen sind der Inhalt von mobilen Workshops in und um Josefstal, Grundsatzreferaten und experimenteller Praxis mit interessierten KollegInnen.
Die Kooperation einer Vielzahl medienpädagogischer Institutionen im deutschsprachigen Raum ermöglicht ein inspirierendes Ambiente von TrendsetterInnen, pädagogischen PraktikerInnen und medienpädagisch kompetenten ExpertInnen, die sich auf einen gemeinsamen Diskurs einlassen.
Prof. Dr. Horst Niesyto
stellt die strategischen Pläne des von ihm initiierten Manifests vor: „Die Entwicklung der Gesellschaft zu einer allumfassenden Informations- und Mediengesellschaft fordert den gesamten Bildungsbereich heraus .... alle Erziehungs- und Bildungsbereiche und deren Institutionen, aber auch die außerschulische Kinder- und Jugendarbeit, die berufliche Aus- und Fortbildung sowie Erwachsenen-, Familien- und Altenbildung.“
Lisa Rosa und Bastian Dietz
zeigen, wie unterschiedlich diese Herausforderung in Schule und Jugendarbeit aufgenommen wird, welche didaktischen und institutionellen Chancen sich in beiden Handlungsfeldern längst bieten und noch zu realisieren sind. Längst verlieren gegenseiteige Abgrenzungen an Bedeutung angesichts einer Zielgruppe, die von JugendarbeiterInnen und LehrerInnen mit Befremdung „Cyberkids“ genannt werden.
AutorInnen des Slow-Media-Manifestes
zeigen, dass digitale Medien keinesfalls so bedrohlich sein müssen wie Feuilleton-LeserInnen gerne mutmassen, Stichwort: Multitasking. „Slow Media lassen sich nicht nebenbei konsumieren, sondern provozieren die Konzentration der Nutzer. So wie die Herstellung eines guten Essens die volle Aufmerksamkeit aller Sinne eines Koches und seiner Gäste erfordert. “
Digitale Medien verändern Organisationen -
das Projekt „Jugendonline“ hat Etabliertes in Frage gestellt und Erfahrungen gesammelt, wie sich die eigene Organisation damit verändert. Der Projektkoordinator wird über Ertrag, Auswand und Nutzen des Risikos, das der IJAB damit eingegangen ist, berichten.
Macht mobiles Lernen mehr als nur Spaß?
Daniel Seitz, Verena Ketter und Chris Seitz organisieren die Probe auf's Exempel, auf einem Weg, der Mobiles Lernen testet, mit QR-Codes die Landschaft verziert, und mit „Mobile Melting“ das einstmals „Spurensuche“ genannte Bildungskonzept auf dem Stand der Technik praktiziert.
Weitere Workshop-Beiträge aus der Praxis von Jugendarbeit und Schule
sind ausdrücklich erwünscht - über Angebote freuen wir uns.
Ein „Wander-Barcamp“
werden die MaC*days 2010: Denn alle Workshopangebote werden, nach dem Auftakt im Tagungs-Plenum, zur Auswahl angeboten und auf gemeinsamen Wegen durch die Landschaft zwischen Berg und See, rund um die Tagungsstätte, in Bewegung gebracht und wahlweise schon von unterwegs mobil kommuniziert. Was im Gehen und gemeinsamen Nachdenken in einem kreativen Prozess reift, wird dann wieder für das Plenum und die Tagungsperspektiven nutzbar -
nicht zuletzt auch beim schon etablierten Networking-Abend, der bisher alle MaC*days bereicherte.
Der geplante Ablauf im Detail
Das Blog zur Tagung
–offen für Ihre Kommentare– schreibt Gabi Uhlenbrock; das Tagungsmanagement während der MaC*days besorgt Bernhard Eckmann.
Weitere
werden nach Abschluß der Detail-Planung hier benannt;
TeilnehmerInnen:
haupt- und nebenberufliche MitarbeiterInnen in Schule, Jugend-, Bildungs- und Gemeindearbeit
Beginn:
06.10.2010 14:30 mit Kaffee
Ende:
8.10.2010 12:30 nach dem Mittagessen
Kosten:
178, € VP im EZ, 189, € VP im EZ mit D., 165,90 € VP im DZ
Fahrtkostenzuschuss:
ggf. bis max. 50, € aus KJP-Mitteln, für MitarbeiterInnen in der Jugendarbeit
Anmeldung:
bis zum 1.09.2010 an das Studienzentrum mit Überweisung der Anmeldegebühr von EUR 40,– (wird mit der Tagungsgebühr verrechnet, bei Rücktritt jedoch einbehalten).
Arbeitsgemeinschaft der evang.Jugend in Deutschland (aej), Netzwerk Computermedienpädagogik (CMP-Netz), netbridge – Servicestelle der außerschulischen Wiener Jugendarbeit, GMK-Landesgruppe Bayern